Babys sollten zum Schlafen immer in Rückenlage gelegt werden, nicht auf den Bauch oder die Seite. Diese Empfehlung gilt für die gesamte Nacht und jeden Nickerchen, auch wenn das Baby sich später selbst dreht. Die Rückenlage ist der wirksamste einzelne Beitrag zur SIDS-Prävention.
Die Schlafumgebung sollte rauchfrei sein, bereits in der Schwangerschaft. Tabakrauch erhöht das SIDS-Risiko erheblich. Auch Passivrauch und Rauchen auf dem Balkon vor dem Hereingehen belasten das Kind.
Die Raumtemperatur im Schlafzimmer sollte etwa 16 bis 18 Grad Celsius betragen. Babies brauchen nicht übermäßig warm eingepackt zu sein. Als Faustregel gilt: etwa eine Schicht mehr als Erwachsene, aber nicht mehrere Jacken im Bett.
Im eigenen Babybett oder Beistellbett im Elternschlafzimmer schlafen ist für mindestens die ersten sechs Monate empfohlen, viele Fachgesellschaften raten zum ersten Lebensjahr. Nähe erleichtert nächtliches Stillen und die Wahrnehmung des Kindes, ohne das Risiko unsicheren Bettteilens.
Stillen wirkt zusätzlich schützend gegen SIDS. Auch gestillte Babies profitieren von sicherer Schlafumgebung in Rückenlage ohne weiche Bettware.
Praxis-Tipp: Notieren Sie nach dem Lesen dieses Abschnitts drei Punkte, die Sie umsetzen möchten, und einen, bei dem Sie noch unsicher sind. So wird aus Information ein konkreter Plan.
Viele Familien berichten, dass der Austausch mit anderen Eltern entlastend ist, solange Sie die Inhalte kritisch einordnen. Was bei anderen funktioniert hat, muss bei Ihnen nicht passen. Vertrauen Sie Ihrer Wahrnehmung und holen Sie bei Zweifeln fachliche Einschätzung ein.





