Die Ständige Impfkommission (STIKO) ist ein unabhängiges Expertengremium am Robert Koch-Institut. Sie wertet wissenschaftliche Studien aus und gibt Empfehlungen ab, welche Impfungen für welche Altersgruppen sinnvoll sind. Ärztinnen und Ärzte orientieren sich an diesen Empfehlungen, und Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für STIKO-Standardimpfungen.
Der Impfkalender ordnet Impfungen den Vorsorgeuntersuchungen U2 bis U9 zu. Das erleichtert Eltern und Ärzten die Planung: Bei U4 im Alter von drei bis vier Monaten stehen wichtige Impfungen an, bei U5 im Alter von sechs bis sieben Monaten folgt die nächste Runde.
STIKO unterscheidet Standardimpfungen, die für alle Kinder empfohlen werden, Auffrischimpfungen (Booster) und Indikationsimpfungen für bestimmte Risikogruppen. Der Kalender wird jährlich geprüft und bei Bedarf angepasst.
Der Impfpass, offiziell Internationales Impfzertifikat, dokumentiert alle verabreichten Impfungen. Bewahren Sie ihn sorgfältig auf und bringen Sie ihn zu jedem Arztbesuch mit. Seit 2022 gibt es zusätzlich digitale Impfpasslösungen, die freiwillig genutzt werden können.
Impfquoten in Deutschland sind für die meisten Standardimpfungen hoch, aber nicht flächendeckend ausreichend. Bei Masern etwa fehlt in einigen Regionen der Schutz für Herdenimmunität. Deshalb gibt es gesetzliche Maßnahmen wie die Masern-Meldepflicht in Kitas und Schulen.
Praxis-Tipp: Notieren Sie nach dem Lesen dieses Abschnitts drei Punkte, die Sie umsetzen möchten, und einen, bei dem Sie noch unsicher sind. So wird aus Information ein konkreter Plan.
Viele Familien berichten, dass der Austausch mit anderen Eltern entlastend ist, solange Sie die Inhalte kritisch einordnen. Was bei anderen funktioniert hat, muss bei Ihnen nicht passen. Vertrauen Sie Ihrer Wahrnehmung und holen Sie bei Zweifeln fachliche Einschätzung ein.





