Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft für Ernährung in Deutschland. Ihre Empfehlungen basieren auf aktuellen Studien und werden regelmäßig aktualisiert. Für Kinder gelten die gleichen Grundprinzipien wie für Erwachsene, angepasst an altersgerechte Portionen und Entwicklungsbedürfnisse.
Kernbotschaft: Essen Sie möglichst gemeinsam an einem Tisch, ohne Bildschirm und ohne Zeitdruck. Gemeinsame Mahlzeiten stärken die Familienbindung und geben Kindern ein Vorbild. Kinder essen mit den Augen: Wenn Eltern vielfältig und ausgewogen essen, orientieren sich Kinder daran.
Zwang zum Essen ist kontraproduktiv. Druck, Schmeicheln oder Drohungen führen langfristig zu Esskonflikten und können das Körpergefühl stören. Bieten Sie an, entscheiden Sie nicht über die Menge. Das Kind entscheidet, ob und wie viel es isst.
Trinken: Wasser ist das Getränk der Wahl. Ungesüßte Tees sind in Ordnung. Saft, Limonade und Softdrinks sollten selten sein, maximal ein kleines Glas Saft am Tag, besser verdünnt. Milch ist ein wichtiger Kalzium- und Eiweißlieferant, gehört aber nicht ständig zur Flasche.
Regelmäßige Mahlzeiten und feste Essenszeiten geben Struktur. Drei Hauptmahlzeiten und ein bis zwei gesunde Snacks reichen für die meisten Kinder. Dauerndes Naschen zwischen den Mahlzeiten untergräbt den Appetit bei den Hauptmahlzeiten.
Praxis-Tipp: Notieren Sie nach dem Lesen dieses Abschnitts drei Punkte, die Sie umsetzen möchten, und einen, bei dem Sie noch unsicher sind. So wird aus Information ein konkreter Plan.
Viele Familien berichten, dass der Austausch mit anderen Eltern entlastend ist, solange Sie die Inhalte kritisch einordnen. Was bei anderen funktioniert hat, muss bei Ihnen nicht passen. Vertrauen Sie Ihrer Wahrnehmung und holen Sie bei Zweifeln fachliche Einschätzung ein.





