Elternbasis
Schematische Darstellung einer schwangeren Gebärmutter mit Wehe, Eröffnungsphase und kindlicher Kopf am Beckeneingang

Lektion 2 von 10

Körper & Wehen verstehen

Drei Phasen, Eröffnung, Hormone und wann Sie handeln sollten

ca. 50 Minuten · inkl. Wissenscheck

Wehen sind die Sprache Ihres Gebärendenkörpers. Sie sind kein Störfaktor, den es zu bekämpfen gilt, sondern der Mechanismus, der Ihr Baby nach außen bringt. Wer versteht, welche Phase der Geburt gerade läuft, kann besser einschätzen: Ausruhen, bewegen, baden, oder in die Klinik fahren? Diese Lektion vermittelt das anatomische und hormonelle Fundament, auf dem alle weiteren Techniken aufbauen.

Die Geburt gliedert sich in drei Phasen: Eröffnung (Phase 1), Austreibung (Phase 2) und Nachgeburt (Phase 3). Jede Phase hat eigene körperliche Zeichen, eigene Empfindungen und eigene sinnvolle Strategien. Viele Erstgebärende konzentrieren sich ausschließlich auf die Wehen, die Austreibung und Nachgeburt werden unterschätzt. Ein ganzheitliches Bild hilft Ihnen, Energie einzuteilen.

Ein zentraler Unterschied ist der zwischen Übungswehen (Braxton-Hicks-Kontraktionen) und echten Eröffnungswehen. Verwechslungen sind normal, besonders in den letzten Wochen, wenn der Körper „probt“. Wir geben Ihnen konkrete Kriterien an die Hand, ohne falsche Sicherheit zu vermitteln: Ihre Hebamme und Ihre Klinik haben individuelle Vorgaben, die Vorrang haben.

Am Ende dieser Lektion kennen Sie den Eröffnungsverlauf, die Rolle von Oxytocin und Prostaglandinen bei den Wehen, den Unterschied zwischen Übungs- und Geburtswehen sowie Warnzeichen, bei denen Sie sofort anrufen sollten. Nehmen Sie sich Zeit, dies ist eine der informationsdichtesten Lektionen des Kurses.

Anatomie in Kürze: Becken, Gebärmutter und Geburtskanal

Sagittalschnitt durch Becken und Gebärmutter mit Baby in cephalischer Lage vor der Geburt
Abb. Der Geburtskanal verläuft durch Zervix, Vagina und Beckenhöhle. Rotation und Flexion des kindlichen Kopfes sind Teil des normalen Geburtsmechanismus.

Die Gebärmutter (Uterus) ist ein stark muskuläres Hohlorgan. Während der Schwangerschaft hat es sich von birnenförmig zu kugelig gewandelt. Die untere Öffnung, der Gebärmutterhals (Zervix), ist in der Schwangerschaft lang, fest und durch einen Schleimpfropf verschlossen. Bei der Geburt verkürzt und öffnet sich die Zervix: von geschlossen auf zehn Zentimeter Dilatation (Eröffnung).

Der Geburtskanal verläuft durch das knöcherne und weiche Becken. Das Baby passt sich durch Reflexe an: Es rotiert den Kopf, um die engsten Stellen, oft den Beckenausgang, zu passieren. Die Weite des Beckens variiert individuell; die meisten Beckenformen erlauben eine vaginale Geburt. Bei vermuteter Beckenendlage oder ungünstiger Kindslage wird vor der Geburt oder währenddessen besonders aufgepasst.

Die Fruchtblase (die den Fruchtwassersack umschließt) schützt das Baby vor Infektionen und gibt Raum für Bewegung. Sie kann vor oder während der Wehen platzen, das nennt man Blasensprung. Das Fruchtwasser kann klar oder leicht milchig sein; grüne Verfärbung (Mekonium) ist ein Warnzeichen und erfordert zeitnahe Abklärung.

  • Zervix: muss von fest/geschlossen auf weich und 10 cm geöffnet werden
  • Fruchtblase: kann früh oder spät platzen, beides ist möglich
  • Schleimpfropf: kann Tage vor der Geburt abgehen, kein sofortiger Geburtstermin
  • Becken: individuelle Form beeinflusst Geburtsverlauf, selten alleiniger Ausschlussgrund für vaginale Geburt

Phase 1: Die Eröffnungsphase

Die Eröffnungsphase beginnt mit regelmäßigen Eröffnungswehen und endet, wenn die Zervix vollständig (10 cm) geöffnet ist. Bei Erstgebärenden dauert sie im Mittel acht bis vierzehn Stunden, kann aber deutlich kürzer oder länger sein. Bei Wiedergebärenden ist sie oft kürzer, manchmal nur wenige Stunden.

Frühphase (latente Phase): Wehen sind noch milder, oft unregelmäßiger, Pausen länger. Viele verbringen diese Phase zu Hause, essen leicht, trinken, ruhen zwischen den Wehen, gehen spazieren. Der Muttermund öffnet sich langsam auf etwa drei bis vier Zentimeter.

Aktivphase: Wehen werden stärker, regelmäßiger (oft alle drei bis fünf Minuten), Pausen kürzer. Die Eröffnung schreitet schneller voran, etwa ein Zentimeter pro Stunde ist eine grobe Orientierung, aber individuell sehr unterschiedlich. Hier lohnt sich oft der Wechsel in die Klinik oder das Geburtshaus, je nach Hebammen-Vorgabe.

Übergangsphase: Die letzten Zentimeter bis 10 cm. Wehen können sehr intensiv sein; manche Gebärende fühlen sich kurzzeitig überfordert, zittern, weinen oder sagen „Ich kann nicht mehr“. Das ist physiologisch und oft Zeichen, dass die Austreibung naht. Atemtechniken und Stellungswechsel sind hier besonders wichtig, Details in Lektion 3 und 4.

Vaginale Untersuchungen zur Messung der Eröffnung erfolgen nicht stündlich, sondern nach klinischer Indikation, zu häufige Untersuchungen können Infektionsrisiko und Unbehagen erhöhen. Sie dürfen nach dem Intervall fragen.

Mythos: Wenn die Eröffnung bei 8 cm drei Stunden stagniert, ist immer ein Kaiserschnitt nötig.
Fakt: Stillstand wird individuell bewertet, Kindslage, Wehenstärke, mütterliches Befinden und CTG spielen ein. Oft helfen Positionswechsel, Oxytocin oder Geduld. Kaiserschnitt ist eine Option, nicht die automatische Folge.

Eröffnung messen: nicht alles

Neben der Zentimeterangabe beurteilen Hebammen auch die Konsistenz der Zervix (weich/weichbar), die Lage (nach hinten/vorne) und den Abstand des kindlichen Kopfes zum Beckeneingang (Höhenstand). Eine „nur“ 4 cm offene Zervix kann bei weichem Gewebe und tiefem Kind schneller voranschreiten als eine feste 6 cm.

Quelle: Deutscher Hebammenverband (DHV)

Phase 2 und 3: Austreibung und Nachgeburt

Phase 2 beginnt bei vollständiger Eröffnung (10 cm). Viele spüren nun einen starken Druck nach unten, den Pressdrang. Nicht alle pressen sofort; manche atmen das Kind in mehreren Wehen „heraus“, besonders bei erster Geburt oder mit PDA. Pressen sollte mit der Wehe synchron erfolgen, nicht dauerhaft gegen einen verschlossenen Muttermund (das gehört nicht in die Eröffnung).

Die Austreibungsphase dauert bei Erstgebärenden oft 30 Minuten bis zwei Stunden, bei Wiedergebärenden häufig kürzer. Der Kopf sichtbar zu werden („Rutschen“) ist ein Meilenstein, danach folgen oft Schultern und Körper in weiteren Wehen.

Phase 3, die Nachgeburt, beginnt mit der Geburt des Babys und endet mit der Entbindung der Plazenta. Typischerweise fünf bis 30 Minuten. Wehen können milder sein, sind aber notwendig, um die Plazenta abzulösen. Sie dürfen das Baby in den Armen halten und stillen, das stimuliert Oxytocin und unterstützt die Plazentalösung.

Die Nachgeburt wird manchmal unterschätzt: Blutung, Plazentareste oder Nabelschnurrisse werden hier erkannt und behandelt. Bleiben Sie nicht allein, medizinische Betreuung ist bis zum Abschluss der Nachgeburt wichtig.

  • Pressdrang: Zeichen der Austreibung, nicht in der frühen Eröffnung unterdrücken
  • Geburt des Kopfes: oft langsamer als erwartet, Geduld schützt den Damm
  • Plazenta: wird kontrolliert auf Vollständigkeit; ggf. Nachgeburtshilfe
  • Hautkontakt und Stillen: fördern Oxytocin und Plazentalösung

Praxis-Tipp: Vereinbaren Sie mit Ihrer Begleitperson: In Phase 2 erinnert sie Sie ans Ausatmen zwischen Pressphasen, Erschöpfung kommt schnell.

Oxytocin und Prostaglandine: die Wehen antreiben

Grafik Wehenverlauf: Oxytocin-Schübe, Prostaglandin-Wirkung an der Zervix und Endorphin-Spiegel über die Eröffnungsphase
Abb. Natürliche Wehen folgen einem pulsierenden Oxytocinmuster. Prostaglandine weichen die Zervix vor; Endorphine steigen mit der Intensität.

Jede Wehe ist eine koordinierte Kontraktion der Gebärmuttermuskulatur. Ausgelöst wird sie primär durch Oxytocin, das in pulsartigen Schüben von der Hypophyse freigesetzt wird. Zwischen den Wehen entspannt sich die Muskulatur, diese Pause ist Ihre Erholungszeit. Je weiter die Geburt fortschreitet, desto kürzer werden die Pausen oft.

Prostaglandine (besonders PGE2 und PGF2α) bereiten den Zervix vor: Weichung (Ripening), Verkürzung und Öffnung. Sie werden auch bei medizinischer Einleitung eingesetzt, Gel oder Tabletten am Zervix. Natürlich steigen Prostaglandine gegen Ende der Schwangerschaft und bei beginnender Eröffnung.

Das Zusammenspiel: Prostaglandine machen die Zervix empfänglich; Oxytocin erzeugt die Kraft der Kontraktion. Endorphine modulieren die Schmerzwahrnehmung. Wenn dieser Kreislauf gestört wird, durch Stress, Mangel an Bewegung, bestimmte Medikamente oder medizinische Überwachung ohne Schutz der Ruhephasen, kann der Verlauf langsamer werden.

Künstliches Oxytocin (Synkineton, Oxytocin-Infusion) wird in Kliniken zur Wehenverstärkung oder Einleitung gegeben. Es ersetzt nicht das natürliche Pulsieren, die Dosierung wird engmaschig überwacht. Sie haben das Recht, Aufklärung über Indikation und Alternativen zu erhalten.

Melatonin und nächtliche Wehen

Viele Gebärende berichten, dass Wehen nachts stärker werden. Melatonin verstärkt möglicherweise die Oxytocin-Wirkung, ein Grund, warum Ruhe und Dunkelheit nicht nur angenehm, sondern physiologisch sinnvoll sein können.

Quelle: Forschung zur circadianen Geburt / Hebammenwissenschaft

Braxton-Hicks vs. Eröffnungswehen

Übungswehen (Braxton-Hicks-Kontraktionen) sind unregelmäßige, meist schmerzarme Verhärtungen des Bauches. Sie „trainieren“ die Gebärmuttermuskulatur, ohne die Zervix zu öffnen. Typisch: kommen und gehen ohne Muster, hören auf bei Ruhe oder Positionswechsel, fühlen sich oft nur „hart“ an, nicht krampfartig.

Eröffnungswehen werden mit der Zeit regelmäßiger, länger (oft 60–90 Sekunden), stärker und näher beieinander. Die Pause zwischen ihnen verkürzt sich. Schmerz sitzt oft im Unterleib und Rücken; manche vergleichen ihn mit starken Periodenkrämpfen, andere mit wellenförmigem Druck.

Der Schleimpfropf kann mit blutigem Schleim abgehen, „Bloody Show“. Das ist ein Zeichen, dass die Zervix sich verändert, aber kein exakter Timer: Geburt kann Stunden oder Tage später beginnen.

Blasensprung: Flüssigkeitsverlust aus der Vagina, kann als Schwall oder permanentes Nässen wahrgenommen werden. Merken Sie sich Farbe und Geruch. Kontakt zur Hebamme/Klinik innerhalb weniger Stunden, auch nachts.

  • Braxton-Hicks: unregelmäßig, oft schmerzfrei, stoppen in Ruhe
  • Eröffnungswehen: regelmäßiger, stärker, kürzere Intervalle
  • 5-1-1-Regel (USA-orientiert): alle 5 Min, 1 Min Dauer, 1 Stunde, in DE oft 3-1-1 oder individuelle Vorgabe
  • Wiedergebärende: oft schnellerer Verlauf, früher anrufen
  • Weniger Kindsbewegungen: sofort Klinik/Hebamme, unabhängig von Wehen
Mythos: Übungswehen schaden dem Baby.
Fakt: Braxton-Hicks sind normal und harmlos. Sie bereiten die Muskulatur vor, öffnen aber nicht die Zervix.
Mythos: Erst wenn die Fruchtblase platzt, beginnt die „echte“ Geburt.
Fakt: Etwa jede zehnte Geburt beginnt mit Blasensprung vor den Wehen; bei den meisten platzt die Blase erst in später Eröffnung oder Austreibung.

Wie sich Wehen anfühlen können: subjektive Vielfalt

Es gibt keine „richtige“ Art, Wehen zu empfinden. Manche beschreiben Wärme und Druck, andere stechende Schmerzen im Rücken (Rückenwehe bei occipital posterior Lage), wieder andere vor allem Erschöpfung zwischen den Wellen. Ihre Wahrnehmung ist gültig, vergleichen Sie sich nicht mit Erzählungen anderer.

Rückenwehen entstehen, wenn der hintere Teil des kindlichen Kopfes gegen das Kreuz drückt. Vierfüßlerstand, Wärme, sakrale Druckmassage und Hüftöffnung können entlasten, Details in Lektion 4.

Zwischen den Wehen sollten Sie essen können (leicht verdaulich: Toast, Banane, Reiswaffeln), trinken (Wasser, Tee, isotonische Getränke) und schlafen, wenn möglich. Energie managen ist Teil der Vorbereitung.

Praxis-Tipp: Führen Sie ein Wehentagebuch an einem Tag in SSW 36+: Uhrzeit Beginn/Ende, Stärke 1–10, Stimmung. Das hilft, Muster zu erkennen, nicht zur Selbstdiagnose, sondern zur Kommunikation mit der Hebamme.

Wann anrufen, wann losfahren: konkrete Kriterien

Rufen Sie sofort an (112 oder Klinik/Hebamme nach Vorgabe) bei: starker vaginaler Blutung (mehr als Schmierbluten), plötzlich weniger oder keine Kindsbewegungen, Fieber über 38 °C, schweren Kopfschmerzen mit Sehstörungen oder Oberbauchschmerzen (Verdacht Präeklampsie), Bewusstlosigkeit, Krampfanfällen, sichtbarer Nabelschnur aus der Vagina (Nabelschnurvorfall), grünem Fruchtwasser nach Blasensprung oder wenn Sie instinktiv „etwas stimmt nicht“ fühlen.

Bei Blasensprung ohne Wehen: Kontakt innerhalb weniger Stunden, Infektionsrisiko steigt. Viele Kliniken holen Sie innerhalb von 12–24 Stunden ein, manche früher bei GBS-Status oder Terminüberschreitung.

Für den Klinikstart bei Wehen gilt oft (Erstgebärende): regelmäßige Wehen alle vier bis fünf Minuten, etwa 60 Sekunden Dauer, über ein bis zwei Stunden, plus spürbarer Fortschritt (stärker werdend). Wiedergebärende fahren oft früher. Ihre Hebamme gibt Ihnen eine individuelle Hausregel.

Zu Hause bleiben in der Frühphase ist oft sinnvoll: vertraute Umgebung fördert Oxytocin. Planen Sie Transport, Parkplatz und Nachteingang vorher, Lektion 9 vertieft Notfall und Anfahrt.

  • Sofort: starke Blutung, grünes Fruchtwasser, Nabelschnur, wenig Kindsbewegung
  • Zeitnah: Blasensprung, Fieber, starke Kopfschmerzen/Sehstörungen
  • Klinikstart: nach Hebammen-Regel, oft 3–5 Min Abstand, Wehen nehmen zu
  • Lieber einmal zu früh anrufen als zu spät
  • Mutterpass, Ausweis, Kliniktasche, immer griffbereit

GBS und Blasensprung

Bei nachgewiesener Streptokokken-Besiedelung (GBS) der Vagina wird nach vorzeitigem Blasensprung oft eine frühere Einleitung empfohlen, teils ab 12–18 Stunden. Ihr Befund steht im Mutterpass; besprechen Sie das im Vorgespräch.

Quelle: AWMF-Leitlinie Streptokokken-B-Infektion in der Schwangerschaft

Zusammenfassung und Vorbereitung auf Lektion 3

Sie kennen nun die drei Phasen, die Rolle von Oxytocin und Prostaglandinen, den Unterschied zwischen Übungs- und Eröffnungswehen sowie die wichtigsten Warnzeichen. Das ist das Rückgrat Ihrer Geburtserfahrung, alles Weitere baut darauf auf.

In Lektion 3 lernen Sie Atem- und Entspannungstechniken, die speziell auf die Eröffnungsphase zugeschnitten sind. Üben Sie ab jetzt: Wenn Wehen kommen, wissen Sie schon, was sie bedeuten, dann brauchen Sie nur noch die Werkzeuge, um mit ihnen umzugehen.

Das nehmen Sie mit

  • Drei Phasen: Eröffnung (bis 10 cm), Austreibung (Geburt des Babys), Nachgeburt (Plazenta).
  • Eröffnung bei Erstgebärenden oft 8–14 Stunden, individuelle Streuung ist groß.
  • Oxytocin erzeugt Wehen; Prostaglandine weichen die Zervix vor.
  • Braxton-Hicks: unregelmäßig, öffnen nicht; Eröffnungswehen: regelmäßiger und stärker.
  • Blasensprung, grünes Fruchtwasser und weniger Kindsbewegungen: zeitnah ärztliche Abklärung.
  • Pressen gehört in die Austreibung, nicht in die frühe Eröffnung.
  • Individuelle Hebammen- und Klinikvorgaben für den Fahrtstart haben Vorrang.
  • Energie in der Frühphase schonen: essen, trinken, ruhen zwischen Wehen.

Übungs-Checkliste

  • Hebammen-Regel für Klinikstart notiert (Wehenabstand, Dauer)
  • Notfallnummern und Nachteingang Klinik bekannt
  • Wehentagebuch oder App zum Zählen ausprobiert
  • Unterschied Braxton-Hicks vs. Eröffnungswehen mit Partner:in besprochen
  • Warnzeichen-Liste am Kühlschrank
  • Mutterpass mit GBS-Status und Blutgruppe griffbereit
  • Leichte Snacks und Getränke für Zuhause-Phase bereit
  • Lektion 3 Atemtechniken als Nächstes eingeplant

Quellen dieser Lektion

  • AWMF-Leitlinie: Betreuung während Schwangerschaft und Geburt
  • Deutscher Hebammenverband (DHV): Informationen zu Wehen und Geburtsverlauf
  • WHO: Intrapartum Care for a Positive Childbirth Experience (2018)
  • Informationsportal des Bundesgesundheitsministeriums: Geburt und Wehen
  • AWMF-Leitlinie: Streptokokken-B-Infektion in der Schwangerschaft
  • National Institute for Health and Care Excellence (NICE) NG192, adaptiert in deutscher Praxis

Wissenscheck

3 Auswahlfragen · 5 Richtig/Falsch · Mindestens 70 % zum Bestehen.

Auswahlfrage

1. Wann endet die Eröffnungsphase (Phase 1)?

Richtig oder Falsch?

2. Braxton-Hicks-Wehen öffnen den Gebärmutterhals und sind ein sicheres Zeichen für den unmittelbaren Geburtbeginn.

Richtig oder Falsch?

3. Prostaglandine bereiten den Gebärmutterhals vor, indem sie das Zervixgewebe weicher und dehnbarer machen.

Richtig oder Falsch?

4. Grünes Fruchtwasser nach Blasensprung ist ein Warnzeichen und sollte zeitnah abgeklärt werden.

Auswahlfrage

5. Was spricht eher für echte Eröffnungswehen?

Richtig oder Falsch?

6. Die Nachgeburt (Phase 3) ist medizinisch unwichtig, weil das Baby schon geboren ist.

Auswahlfrage

7. Welches Hormon ist primär für die Kontraktion der Gebärmutter bei Wehen verantwortlich?

Richtig oder Falsch?

8. Bei plötzlich deutlich weniger Kindsbewegungen sollten Sie die Hebamme oder Klinik kontaktieren, unabhängig von Wehenmustern.